Richtlinien für den Fahrbetrieb während der
Veranstaltung
Ausrüstung der Fahrzeuge
Alle nach der Strassenverkehrsordnung vorgeschriebene
Ausrüstung muss vorhanden sein.
Darüber hinaus sollte noch folgende Ausrüstung
mitgeführt werden:
- Reservekanister mit mindestens 5 Liter Kraftstoff
- Wagenheber, Abschleppseil, Andrehkurbel
- Ladekabel, Sicherungen
- Werkzeug und Material zur Behebung der üblichen Probleme
Für die Wasserfahrt muss alle für Sportboote
vorgeschriebene Ausrüstung an Bord sein.
- (es ist dies: Wurfleinen, Feuerlöscher, rote Flagge,
Taschenlampe, Kappmesser oder Axt,
Bootshaken, Festmacherleinen, Werkzeug, Schleppleine, Anker, 2 Paddel,
Rettungswesten, Verbandskasten, Schöpfeimer, Rettungsring)
- Ggf. vorgeschriebene Bootsbeleuchtung bei Nachtfahrt. Für
den VW 166 ist dies ein rot/grünes Buglicht und ein weisses
Rundumlicht am Top.
Strassenfahrt
Grundsätzlich gilt die Strassenverkehrsordnung.
Bei Kolonnenfahrten ist das Abblendlicht einzuschalten.
Der Kolonnenführer ist durch einen Stander/Flagge
gekennzeichnet. Vor der Abfahrt wird die Abfahrtszeit, das Fahrziel und
die Route
bekanntgegeben.
Die wichtigsten beim Kolonnenmarsch nötigen Signale sollten bekannt sein.
Alle Fahrer haben dafür zu sorgen, dass Fahrzeuge und
Besatzungen rechtzeitg bereit sind, um eine geordnete Abfahrt der
Kolonne zu
ermöglichen.
Fahrer, die sich nicht am Kolonnenmarsch beteiligen wollen, und
insbesondere Fahrer, die ein anderes Fahrziel haben, dürfen nicht
zeitgleich mit der Kolonne abfahren.
Die Richtgeschwindigkeit im Kolonnenmarsch ist 50 km/h. Diese
Geschindigkeit kann auch von langsameren Fahrzeugen (Kettenkrad, Puch
Haflinger) eigehalten werden.
Es ist äusserst rechts zu fahren, um schnelleren
Verkehrsteilnehmern das Überholen zu erleichtern.
Überholenden Fahrzeugen ist das Einscheren in die Kolonne zu
ermöglichen.
Der Hintermann ist zu beobachten. Fällt dieser zurück, so
ist die Fahrt zu verlangsamen, um ein Abreissen der Kolonne zu
verhindern. Gegebenenfalls ist der Vordermann durch Schallzeichen auf
die Situation aufmerksam zu machen.
Wird die Kolonne verkehrsbedingt getrennt (Rotlicht an
Kreuzungen, bevorrangter Querverkehr), so wartet der vordere Teil der
Kolonne an geeigneter Stelle.
Kann die Restkolonne nicht mehr aufschliessen, so übernimmt
der Fahrer des ersten Fahrzeugs der Restkolonne die Funktion des
Kolonnenführers. Kann oder will dieser Fahrer die Aufgabe nicht
übernehmen (z.B. Mangel an Ortskenntnis), so hat er dafür zu
sorgen, dass ein anderer Fahrer diese Aufgabe wahrnimmt.
Die Restkolonne bewegt sich mit Richtgeschwindigkeit. Es ist nicht
Aufgabe der Restkolonne, um jeden Preis auf die
Führungskolonne aufzuschliessen.
Fahrer, die auf Grund technischer Störungen an den
Fahrzeugen die Fahrt nicht
fortsetzen können, haben dies in geeigneter Weise (Handzeichen,
Zuruf) deutlich zu machen. Dies gilt auch für hilfeleistende
Fahrzeuge.
Die Abstände zwischen den Fahrzeugen sind so zu halten, dass
eine gleichmässige Fahrt gewährleistet wird. Scharfes
Beschleunigen und Bremsen ist zu vermeiden.
Kommt die Kolonne für längere Zeit zum stehen, so
erfolgt durch den Kolonnenführer das Signal "Motor aus". Dies
dient zur Vermeidung von Lärm und von Abgasen.
Am Zielort sind die Fahrzeuge geordnet abzustellen. Andere
Verkehrsteilnehmer dürfen nicht behindert werden.
Der Fahrer des Schlussfahrzeuges informiert den Kolonnenführer
über etwaige Probleme, sodass eventuell nötige Massnahmen
eingeleitet werden können.
Wasserfahrt
>
Zur Wasserung und zur Anlandung dürfen ausschliesslich die
dafür freigegebenen Uferstellen benützt werden.
Vor der Wasserung eine Schleppleine (ca 15 Meter lang) am Bughaken
befestigen, und
zwar so, dass sie aus dem Fahrzeuginneren leicht erreichbar ist. Auch
muss darauf geachtet werde, dass sich die Leine bei der Landfahrt
nicht um ein Vorderrad wickeln kann.
Den Anweisungen des Platzbetreibers, der Wasserwacht und der
Feuerwehr ist Folge zu leisten.
Bei der Einfahrt ist Abstand zu halten. Fast alle Fahrzeuge
klappen die Schraube bei stehender Maschine ab, brauchen daher eine
gewisse Zeit, bis sie die Position freigeben können
Es ist sehr langsam einzufahren. Die Ufer des Kanals sind mit
grossen Steinen gegen den Wellengang der Schiffe befestigt; diese
können die Fahrzeuge beschädigen.
Da es ca. 15 Minuten dauert, bis alle Fahrzeuge im Wasser sind,
müssen die schon gewasserten Fahrzeuge eine Warteposition
einnehmen.
Dies sollte in lockerer Formation entlang der Ufer sein.
Es ist unbedingt zu beachten, dass die gewerbliche Schifffahrt
absoluten Vorrang hat und keine Behinderung entstehen darf. Auch
Fahrzeuge ohne Maschinenantrieb (Ruderboote) haben Vorrang.
Die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Main-Donau-Kanal
beträgt 13 km/h.
Der Verband folgt dem Führungsfahrzeug (durch Flagge oder
Stander gekennzeichnet) in lockerer
Formation. Es ist genügend Sicherheitsabstand zu wahren, sodass
ein
gefahrloses Ausweichen immer möglich ist.
Der Verband wird durch ein Boot der Wasserwacht abgeschlossen.
Die Erfahrung
zeigt, dass im Verband sehr oft zu schnell gefahren
wird. Das Führungsfahrzeug darf nicht überholt werden.
Maneuver, durch die man sich selbst und andere gefährdet sind zu
vermeiden.
Auf andere Schiffe, Boote und Badende ist unbedingt zu achten.
Anderen Wasserfahrzeugen wird der Weg durch Heranfahren an die Ufer
(re oder li) freigemacht.
Befinded man sich auf Kollisionkurs mit einem entgegenkommenden
Wasserfahrzeug, wird grundsätzlich nach rechts ausgewichen. Achtung,
Ausnahme: ein entgegenkommendes Wasserfahrzeug
blinkt
steuerbords (rechts) weiss- dies bedeutet, dass sich Berg-
und
Talfahrer an Steuerbord begegnen, also einander nach LINKS ausweichen.
Entgegenkommende oder überholende Schubverbände sind
eindrucksvoll, aber auf der Altmühl durch die geringen
Geschindigkeiten harmlos. Weniger harmlos sind die Bugwellen
schnellfahrender Sportboote.
Das optimale Anschneiden von Wellen erfolgt in einem Winkel von ca.
60 bis 90 Grad zur Welle. Achtung: Geschwindigkeit reduzieren. Die
Maschine
nicht stoppen, da man sonst steuerlos wird. Bei Annäherung
grosser Wellen den Windschutz als Schwallschild benutzen.
Bei Hereinschwappen von Wasser Ruhe bewahren: Der VW 166 kann
über 100 Liter Wasser aufnehmen,
ohne dass es zu Schwierigkeiten kommt.
Kommt es bei der Wasserfahrt zu engen Situationen gilt
grundsätzlich: Motor abstellen. Unsere Fahrzeuge bewegen sich
auch noch bei Leerlaufdrehzahl mit halber Schrittgeschindigkeit und
haben durch ihr Gewicht beachtliche kinetische Energie. Auch
können wir die Drehrichtung der Schraube nicht ändern, um
dadurch zu bremsen oder nach hinten zu fahren.
Beim Schleppen von Fahrzeugen im Wasser ist zu beachten, dass die
Steuerwirkung der Vorderräder des Schleppfahrzeugs durch den Zug
nach hinten beeinträchtigt wird. Die optimale Bestestigung der
Schleppleine erfolgt in der Fahrzeugachse am Mittesteg des VW166.
Vor dem Anlanden muss gelenzt werden. Bei der Ausfahrt sammelt
sich das Leckwasser im Motorraum, bei hohem Wasserstand taucht die
Riemenscheibe ins Wasser. Trotz Spritzschutz am Keilriemen wird Wasser
im gesamten Motorraum verteilt und es kann zum Ausfall der
Zündung kommen. Das Fahrzeug kommt dann in einer denkbar
ungünstigen Situation zum Stillstand.
Beim Anlanden nicht zu dicht auffahren. Kommt es dennoch zum Stau,
so ist die Maschine sofort zu stoppen. Weiteres Manöverieren und
Abstandhalten von anderen Fahrzeugen erfolgt mit Paddel und Spaten (am
Blatt halten, um Beschädigung anderer Fahrzeuge zu vermeiden).
Wenn vorhanden Fender ausbringen. Dies gilt sinngemäss auch in
anderen engen Situationen (Scheuseneinfahrt, etc.)
Beim Anlanden sicherheitshalber immer den Geländegang und den
Allradantrieb verwenden.
Unmittelbar bevor die Vorderräder den Grund berühren
sollte man sich mit einem kurzen Blick davon überzeugen, dass die
Räder in die gewünschte Fahrtrichtung zeigen.
Zügig aus dem Wasser ausfahren und die Landestelle sofort
freimachen, um den nachkommenden Fahrzeugen die Anlandung zu
ermoglichen. Allenfalls darf zum Trennen des Vorderradantriebs für
einen Augenblick gestoppt werden.
Hinweis für die Fahrer von Amphicars: Im
Verband mit den VW166 bewegen Sie sich bitte mit deren Geschindigkeit.
Wollen Sie schneller fahren, dann bitte in geeignetem Abstand.
Anlandung: Nur die Rampe in Essing is flach genug, dass Fahrzeuge ohne
Vorderradantrieb ohne Schwierigkeiten anlanden können. Bei
steileren Rampen, insbesondere bei der Rampe in Pillhausen, lassen Sie
sich von einem VW 166 in Schlepp nehmen.
Anweisungen und Signale
>
- Bei der Kolonnenfahrt und im Bootsverband werden die
üblichen Handzeichen und Signale
verwendet.
- Mitunter ist eine Sprechfunkfrequenz zur Übermittlung von
Anweisungen vereinbart. Die mit Funk ausgerüsteten Fahrer bleiben
empfangsbereit und geben die Anweisungen an die anderen Fahrer weiter.
Bitte beim Sprechverkehr Disziplin einzuhalten und sich der
entsprechenden Konvention und Terminologie zu bedienen.
Schallzeichen
>
- Fahrzeuge der gewerblichen Schifffahrt verwenden Schallsignale.
Hier die wichtigsten:
- langer Ton (ca. 4 Sekunden) - Achtung
- kurzer Ton (ca. 1 Sekunde) - Kursänderung nach Steuerbord
- zwei kurze Töne - Kursänderung nach Backbord
- drei kurze Töne - Maschine geht rückwärts
- vier kurze Töne - Fahrzeug ist manövrierunfähig
- fünf kurze Töne - Überholen nicht möglich
- lang, kurz - Wenden über Steuerbord
- lang, kurz, kurz - Wenden über Backbord>
- mehrfach kurz, kurz, kurz in rascher Folge - Gefahr des
Zusammenstosses>
- mehrfach lang, lang, lang in Folge - Bin in Gefahr,
benötige Hilfe
- kurz, lang, kurz, lang in Folge - Bleib weg! Gefahr!
- Anzeigen einer eigenen Notlage
- Rote Flagge oder Winkerkelle im Kreis schwenken
- lange Huptöne in Folge abgeben